Chinesische Diätetik

Ernährung gilt in China seit über 2000 Jahren als eine elementare Form der Gesundheitspflege. Der richtige Umgang mit Lebensmitteln bildet die Basis der chinesischen Präventivmedizin und somit der chinesischen Heilkunst/chinesischen Medizin.

In den letzten 30 Jahren hat in den westlichen Ländern das Wissen über chinesische Medizin rapide zugenommen. Eine der letzten Therapieformen der chinesischen Medizin, die nach Akupunktur, Arzneimitteltherapie, Qigong und Tuina (chinesische manuelle Therapie) den Westen erreicht hat, ist die chinesische Diätetik.

Die Beschäftigung mit TCM Ernährung und Medizin hat in China eine lange Tradition, und dies nicht nur im Rahmen der chinesischen Medizin, sondern auch in Zusammenhang mit der „Lebenspflege“ yangsheng. Essen und Kochen waren seit jeher mehr als eine reine Notwendigkeit, sie wurden als Kunst angesehen und gehörten zu den wenigen Freuden des Lebens.

Die große Bedeutung, die dem Essen beigemessen wurde, spiegelt sich unter anderem darin wider, dass von den 4000 Bediensteten, die in der Antike unter der Zhou-Dynastie(1030-221 v. u. Z.) am Königshof beschäftigt waren, 2200 für Essen und Trinken zuständig waren (Zhouli, Chang 1977:11).

Ernährung eignet sich vor allem zu einer gleichmäßigen und sanften Stützung des gesamten menschlichen Organismus. Nach der Theorie und Ernährung nach TCM wirkt sie vor allem auf die „Mitten“- Funktionskreise (Fk Milz und Magen, oo. lienalis et stomachi, pi wei) und kräftigt somit nachhaltig die „erworbene Konstitution“.

Die „Mitten“-Funktionskreise sind der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Funktionskreissystems und gelten als der Ort, an den Qi und Xue entstehen. Die Ernährung nach TCM zielt in der Behandlung in erster Linie auf die „Mitte“ ab. Deshalb gilt hier noch mehr als in den anderen Bereichen der chinesischen Medizin der klassische Grundsatz: „Wer sich auf die Behandlung der „Mitten“-Funktionskreise versteht, vermag alle Funktionskreise aufeinander abzustimmen.“

Darüber hinaus kann aber mit Lebensmittel auch gezielt auf jeden anderen Funktionsbereich und auf energetische Entgleisungen eingewirkt werden. Außerdem gehört die traditionelle chinesische Medizin-Ernährung zu den nachhaltigsten therapeutischen Methoden. Denn man nimmt in der Regel mindestens dreimal am Tag Lebensmittel zu sich, und das sein ganzes Leben lang. Die Nahrungsaufnahme ist daher neben der Atmung die wichtigste natürliche Lebensgrundlage.

Wir bieten eine komplexe Ernährungsberatung an. Diese beinhaltet eine Diagnose (Anamnese, Puls, Zungendiagnose) nach Kriterien der traditionellen chinesischen Medizin inclusive Ernährungsempfehlungen nach westlicher und chinesischer Ernährungslehre.

Gesund durch Essen

Die Chinesische Medizin sieht Nahrungsmittel als leichte Arzneien an, die eine große Wirkung auf das allgemeine Befinden und auf die Gesundung des Menschen haben. Hier folgt auch die westliche medizinische Sichtweise der TCM immer mehr.

Angepasste Ernährung

Ernährungsberatung ist deshalb ein wichtiger Baustein der TCM. Nach der Diagnose empfehlen wir eine Ernährung, die auf die Symptome und Konstitution individuell abgestimmt ist. Hierbei achten wir auf die praktische Umsetzbarkeit im Alltag.